Filmanalyse

Die Filme "Solaris" und "Antichrist" und die Art ihrer Begegnung mit dem Realen
(2)

Das Unbekannte, Das Fremde Verkörpert das verlorene Objekt, das Objekt klein a. Deswegen ist das Unbekannte begehrenswert und es macht uns neugierig. Das Fremde kann aber auch auf imaginäre Weise auf uns wirken und uns zur narzisstischen Imitation, zum narzisstischen Zorn und zur Ablehnung verführen. Das Fremde erscheint uns zuletzt wie ein bedrohliches, reales Objekt, als „Ding“ und es ruft bei uns Gefühle wie Panik und Schrecken hervor. In solchem Moment haben wir das Gefühlt, dass das Fremde bedrohlich und unfassbar ist und unsere Lebensweise, unsere fundamentale Wahrheiten und Sicherheiten in Frage stellt, Schreck und Chaos verbreitet.

Labels:

Filmrezension
Die Filme "Solaris" und "Antichrist" und die Art ihrer Begegnung mit dem "Realen"
(1)

Man kann den Science-Fiction Film „ Solaris“ (1) vom Regisseur Sonderbergh (2002) und den neuen Psychothriller „Antichrist“ von Lars von Trier (2009) aus verschiedenen Perspektiven betrachten, interpretieren und analysieren. ... Was mich aber veranlasst, diese Rezension zu schreiben und einen Vergleich zwischen beiden Filmen im Bezug auf das lacansche Begriff „ das Reale“ zu machen, war die Tatsache, dass keine der Interpretationen, die ich gelesen hatte, sich mit diesem Thema in beiden Filmen beschäftigt hat. Das Hauptthema in beiden Filmen ist die Begegnung mit etwas Traumatischem und Dunklem, Entsetzlichem, das fast plötzlich auftaucht und das normale Leben der Figuren oder der Protagonisten aus der Bahn wirft und ihr Leben und ihre Wahrheiten in Frage stellt.


Labels:

Psychoanalytische Flmrezension
Die Filme „Santuri“ und „Walk the Line“ und ihre Inszenierungen des Phallus und des Phantasmas
(3)

Die eindrucksvolle Szene in dem Film ist das Gespräch am Esstisch zwischen Vater und Sohn, wobei sein Vater ihm klar macht, dass er sich seinen Problemen stellen muss. Johny Cash will ihm, der seiner Meinung nach ihm seine Liebe immer verweigert hatte, beweisen, dass er sein Leben unter Kontrolle hat. Er versucht einen Traktor aus dem Erdschleim rauszuholen und je mehr er versucht, steckt die Maschine tiefer im Schleim und am Ende fällt Johny Cash mit der Maschine in den Bach nebenan. Diese Niederlage und das Umfallen ist „ das Ereignis“(Heidegger), „ das Aha-Erlebnis“(Gestalttherapie), das ihm seiner Lage und seinem Fehler bewusst macht und eine Veränderung herbeiruft.
Zum Text

Labels:

Psychoanalytische Filmrezension

Die Filme „Santuri“ und „Walk the Line“ und ihre Inszenierungen des Phallus und des Phantasmas
(2)
Der Kinozuschauer ist vor allem ein Voyeur. Er genießt wie ein Voyeur in die Geheimnisse der anderen Personen und Welten einzutauchen und durch die Kamera die Geheimnisse hinter dem Schlafzimmer der Eltern und der Nachbarn und auch die skandalösen Geheimnisse des großen Anderen (Gesetz, Diskurs, Schicksal) zu beobachten und zu genießen. Die Filmkunst und in Wahrheit jeder künstlerische Text lässt sich aber nur teilweise für dieses voyeuristische und ähnliche Genießen des Zuschauers instrumentalisieren, sondern strukturieren sie im Gegenzug die voyeuristischen jouissance (Genießen) und Begierden des Zuschauers und geben ihm vor, wie er genießen und begehren soll.

Labels:

Psychoanalytische Filmdeutung

Die Filme „Santuri“ und „Walk the Line“ und ihre Inszenierungen des Phallus und des Phantasmas
(1)
Zwischen Kunst und Psychoanalyse besteht es eine innere Verbindung. Sowohl Kunst und als auch Psychoanalyse betrachten den Menschen als ein „begehrendes Subjekt“, das unter dem Einfluss seiner Begierden, Trieben und seines Genießens (jouissance) zum Lieben, Töten, Sterben fähig ist. Insbesondere Filmkunst ist Fähig, auf verschiedene Weise unser Begehren und das Genießen des Menschen, dieses „polymorph perverse“ Wesen zu demonstrieren.

Fortsetzung

Labels: